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Ausflugstipp Drachenfels Königswinter

Ein weiterer Ausflugstipp für alle NRWler ist der Drachenfels in Königswinter im Siebengebirge. Für mich sind am Drachenfels schöne Kindheitserinnerungen entstanden. Durch die Corona-Zeit und lange Reisepause konnte ich mal wieder meine nähere Umgebung erkunden, die auch gar nicht mal so schlecht ist ;-)

Zum Drachenfels gelangt man von ganz NRW bequem per Auto oder Bahn. Direkt unterhalb des Drachenfelses gibt es einen großen Parkplatz (gebührenpflichtig), der auch für einen Besuch in die Innenstadt Königswinters super geeignet ist.

Nun muss man sich entscheiden. Die weniger sportbegeisterten Besucher können die Drachenfels-Bahn nehmen, die älteste noch betriebene Zahnradbahn Deutschlands! Wer lieber laufen möchte, kann dies auf den kleinen steilen Wanderweg tun. Früher liefen für Kinder auch Esel den Berg hinauf. Wir nutzten die Gelegenheit und fuhren mit der Zahnradbahn hinauf und liefen anschließend zu Fuß bergab in die Innenstadt. Hunde sind in der Zahnradbahn gegen eine kleine Gebühr erlaubt.

Die Zahnradbahn hält einmal am Schloss Drachenburg an. Hier gibt es das Schloss mit einem riesigen Park zu besichtigen. Die Bahn fährt schließlich weiter bis fast ganz oben. Dort abgekommen muss man nur noch wenige Meter bis zum eigentlichen Drachenfels gehen. Die Wege sind hier alle recht steil, also sollte man gut zu Fuß sein. Am höchsten Punkt ist man 270 Metern über dem Rhein und insgesamt 321 Meter hoch. Von hier aus hat man einen super Blick auf den Rhein und das Siebengebirge. Bei gutem Wetter kann man sogar den Kölner Dom erspähen. Kinder klettern gerne an den Felsen herum und haben hier definitiv eine Menge Spaß.

Hat man genug von der Aussicht, kann man anschließend entweder den Weg mit der Zahnradbahn nach unten antreten oder, wie wir, den relativ steilen Wanderweg nutzen. Nach etwa einer halben Stunde gelangt man dann wieder am Parkplatz an und kann den Ausflugstag entweder in der gemütlichen Innenstadt Königswinters oder mit einem Spaziergang am Rhein ausklingen lassen.

Dafür, dass Königswinter für viele Deutsche mit einer kurzen Autofahrt erreichbar ist, lohnt sich ein Ausflugstag hierhin sehr. Neben dem imposanten und spannenden Drachenfels mit einer großen Geschichte sollte man sich auch die Innenstadt nicht entgehen lassen.

Eggeweg - Teilstück des Europäischen Fernwanderweges E1

 Der Eggeweg - 70km lang - von den Externsteinen bis Marsberg

Unsere erste mehrtägige Wanderung mit Zelt und Hund führte uns zum Eggeweg in Ostwestfalen. Der Startpunkt ist gleichzeitig ein Highlight der Wanderung: die Externsteine. Dies sind etwa 40 Meter hohe Felsformationen, die sehr mystisch erscheinen. Die Externsteine zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands.

Als Teil des europäischen Fernwanderwegs E1 führt der Eggeweg durch das gesamte Eggegebirge. Wenn man konstant auf dem Eggeweg bleibt, läuft man immer schön auf dem Eggegrat entlang und kann einige wunderschöne Ausblicke genießen. 

Dank zahlreicher Schutzhütten und Bänken ist der Wanderweg super auch zum Zelten zu empfehlen. Zudem ist der Weg sehr natürlich gehalten, was uns sehr gefallen hat.

Durch die enormen Abholzungen sind auch im Eggegebirge einige Abschnitte auch mit einem weinenden Auge zu sehen. Wir haben uns teilweise erschrocken, wie kahl es zwischenzeitlich aussah. Schöne Aussicht hin oder her, aber ich mag den Wald dann doch lieber.

Die erste Etappe führte uns von den Externsteinen nach Altenbeken. Da wir noch einen Abstecher zum Essen in der Stadt Altenbeken machten, waren es an diesem Tag 30km Wanderung. Insgesamt muss man sagen, dass die Gastronomie auf dem Weg verbesserungswürdig ist. Man muss enorme Umwege einplanen, wenn man nicht auf das selbst gekochte Essen zurückgreifen will.

Auf dem Hermannsweg ging es über einige Anhöhen schließlich in das Tal des Silberbachs. Aufgrund des Wetters auch für unseren Hund eine super Abkühlung. Über eine längere Steigung geht es dann hinauf auf die höchste Erhebung des Eggegebirges, den Eggeturm. Vom etwa 17 Meter hohen Turm aus hat man eine super Sicht auf das Eggegebirge.


Der Eggeweg ist super ausgeschildert. Nur einmal verliefen wir uns an einer unübersichtlichen Stelle. Leider waren einige Stellen sehr zugewuchert und oft mussten wir über Baumstämme klettern.

Nachdem wir den Eggeturm hinter uns gelassen haben, folgten wir dem Grat und rasteten aufgrund des warmen Wetters in den kuscheligen Schutzhütten. Da wir in Altenbeken etwas Essen wollten, verließen wir den Eggeweg und gingen die 3km in die Stadt hinein. Zurück auf den Eggeweg gingen wir an der Max-und-Moritz-Quelle vorbei und füllten unsere Wasserflaschen auf. Immer wieder gibt es kleine Bäche oder Quellen, wo man Wasser auffüllen kann. Wir fanden eine schöne Schutzhütte und übernachteten dort.

Unsere erste Nacht im Zelt mit Hund verlief sehr gut. Aufgrund des warmen Wetters benötigten wir keinen warmen Schlafsack. Unser Hund hatte sich schließlich auch mit dem Vogelgezwitscher abgefunden und schlief schnell ein.

Am nächsten Tag starteten wir bereits früh am Morgen und gingen die wenigen Kilometer zur Iburg in Bad Driburg. Die Iburg ist eine Burg, von wo aus man eine super Aussicht hat. Hier gibt es ein kleines Ausflugslokal, wo wir noch schnell einen Kaffee tranken, bevor es weiter auf dem Eggeweg ging.

An diesem Tag wollten wir bis nach Blankenrode. Über den Grat ging es weiter, vorbei an schönen Wäldern und Schutzhütten. Wir rasteten oft, da es sehr schwül und warm war. Am Fernmeldeturm Willebadessen hatten wir eine Krisensitzung, da wir bald etwas essen mussten. Wir entschieden uns wieder den Weg zu verlassen und in Kleinenbergen einen Bäcker aufzusuchen. Nach zwei Brötchen sah die Welt schon wieder besser aus und wir machten uns auf den Weg zurück auf den Eggeweg. Wir wollten nun langsam auch unser Lager für die Nacht aufschlagen, fanden aber partout keinen geeigneten Platz.

Selbst die Schutzhütte, die wir uns vorher bei Maps angeschaut hatten, entpuppte sich als Insektenhotel, was ein Pech. Nachdem ich bei einem kleinen Hang auch noch ausrutschte und aussah wie ein Ferkel, hatten wir genug. Die nächste Schutzhütte war komplett Mückengeplant, hier wollten wir nicht schlafen. Noch eine Hütte weitergehen? Ob wir das geschafft hätten, wissen wir nicht. Kurzerhand rief mein Mann seine Eltern an, die in Ostwestfalen wohnen. Wir übernachteten die Nacht bei ihnen und gingen am nächsten Tag zurück, um die letzte Etappe zu meistern.

Am letzten und dritten Tag starteten wir dann in Oesdorf und wanderten die letzten 10km bis nach Marsberg. Hier gab es wunderschöne Schutzhütten, die wir einen Abend zuvor gesucht haben. Nach einigen Auf- und Abstiegen konnten wir es kaum fassen, dass wir endlich Marsberg erreicht hatten, das Ziel unserer Wanderung!

In Marsberg aßen wir erstmal ein großes Eis und fuhren dann mit dem Bus zum Parkplatz in Oesdorf, wo wir am Morgen unser Auto geparkt hatten.

Einige Blasen, Muskelkater und schweißgebadete T-Shirts später ließen wir die Wanderung Revue passieren. Der Eggeweg ist ein sehr schöner Weg, der auf jeden Fall zu empfehlen ist. Wenn man zeltet und sein Essen mitbringt, braucht man die längeren Umwege in die Orte nicht wandern, was definitiv zu empfehlen ist.

Für weitere Informationen zum Eggeweg, schreibt mir gerne.

Ausflugstipp: Müngstener Brücke und Schloss Burg

Obwohl ich schon die halbe Welt bereist habe, gibt es auch in meiner nahen Umgebung immer noch etwas Neues zu entdecken. Für einen Tagesausflug, startend aus dem Ruhrgebiet, bietet sich eine Rundwanderung zur Müngstener Brücke an. Wo steht die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands? Nicht etwa in Bayern oder in Sachsen, sondern im eher unscheinbaren Solingen.

Entlang der Wupper und unter der Eisenbahnbrücke entlang führt die schöne Wanderung, die durchaus auch für Kinder geeignet ist. Am Wegesrand gibt es allerhand zu entdecken, eine Schwebefähre, Rätsel und wer mag leckere bergische Waffeln.

Müngstener Brückenpark

Am Müngstener Brückenpark gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten. Trotzdem lohnt sich vor allem am Wochenende eine frühe Ankunft, um den Menschenmassen zu entgehen und die Brücke für sich alleine zu haben. Durch gute ausgeschilderte Wege geht es zunächst über die Napoleonsbrücke, von der aus man schon eine super Aussicht auf die Wupper hat.


Am Ende der Brücke folgt man einfach dem Weg und kann nach einer Rechtskurve bereits die riesige Eisenbahnbrücke erkennen. Der Brückenpark wurde bereits im 19. Jahrhundert angelegt, später jedoch etwas vernachlässigt. 2006 wurde der Park dann neu gestaltet und wiedereröffnet. Durch die familienfreundliche Gestaltung und wunderschön angelegten Wanderwege erlebt der Brückenpark nun einen neuen Boom.

Für Kinder stehen kleine Metallplatten überall am Wegesrand, auf denen kleine Rätsel stehen. Eine sehr schöne Idee wie ich finde.


Müngstener Brücke

Die Müngstener Brücke ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. In 107 Meter Höhe fahren die Züge auch heute noch 465 Meter über die Brücke. 1897 wurde sie fertiggestellt. Da der Stadtteil Müngsten in unmittelbarer Nähe liegt, wurde sie danach benannt. Die Brücke ist nicht nur hoch, sondern auch super nützlich. So verbindet sie die Städte Solingen und Remscheid miteinander. Ohne die Brücke müssten die Züge einen deutlichen Umweg fahren.

Unter der Brücke erkennt man erst einmal die unglaubliche Stahlkonstruktion. Wie so etwas Ende der 1890er Jahre erbaut wurde, erstaunt mich immer wieder. Hier kann man zudem einige schöne Fotos der Brücke machen. Eine Weitwinkelfunktion bietet sich hier super an.

Am Ende des Parks befindet sich ein Minigolfplatz. Dahinter kommt man zur Schwebefähre. Leider fuhr die Schwebefähre zu Coronazeiten nicht. Jedoch ist die Fähre, die nur mit eigener Muskelkraft betrieben wird, sicherlich ein Highlight, nicht nur für Kinder. Die Schwebefähre verbindet die beiden Ufer der Wupper miteinander.

Von der Brücke bis zu Schloss Burg

Ich blieb auf der Solinger Seite und folgte dem gut beschilderten Wanderweg in Richtung Schloss Burg. Über kleinen Steigungen geht es immer weiter nach oben, bis man schließlich eine super Sicht auf die Brücke hat. Zudem kann man hier die Natur für sich alleine genießen. Immer entlang der Wupper geht es dann in einen Wald hinein. Die Brücke sieht man vereinzelt noch im Rücken, bevor sie ganz aus den Augen verschwindet.

Schließlich gelangt man nach etwa vier Kilometern zur Schloss Burg. Hier kann man mit der Seilbahn nach oben fahren, die jedoch nicht oft fährt. Die Alternative ist der Fußweg ("Burgstiege"), der zwar dank einem Serpentinenweg sehr steil und anstrengend ist, aber mit einer tollen Aussicht von der Schloss Burg belohnt wird.


Nach einer kurzen Verschnaufpause kann man in den kleinen Gassen herumspazieren und in den kleinen Handwerksläden stöbern. Zudem gibt es hier an jeder Ecke einen Waffelstand, wo es leckere bergische Waffeln gibt.




Schloss Burg

Weiter geht es zum Schloss Burg. Die Burg ist eine der größten Burgen Deutschlands. Sie kann besichtigt werden und beinhaltet ein Museum. Hier lassen sich auch tolle Fotos machen. Dreht man der Burg den Rücken zu, hat man eine tolle Aussicht auf die umliegende Landschaft. Etwas Zeit zum Herumspazieren und Genießen der Aussicht sollte man sich auf jeden Fall nehmen, bevor es wieder auf der Burgstiege nach unten geht.


Dort angekommen, folgt man einfach wieder dem Wanderweg in Richtung Müngstener Brücke. Auf dem Rückweg geht man jedoch auf der Remscheider Seite entlang. Dieser Weg ist weniger bergig, dafür geht er fast ausschließlich direkt an der Wupper entlang. Auf dem breiten Weg haben sowohl Wanderer als auch Radfahrer ihren Platz. 

Folgt man dem Wanderweg weiter, gelangt man schließlich in Sichtweite der Brücke an eine Gabelung. Links geht es wieder zur Schwebefähre, die einen zurück zum Müngstener Brückenpark bringt. Rechts entlang muss man wieder ein paar Höhenmeter überwinden. Zunächst kommt man wieder unterhalb der Müngstener Brücke entlang und kann hier noch einmal die andere Seite der Brücke bewundern. Einige Informationstafeln geben interessante Informationen über den Bau der Brücke.

Der Diederichstempel

Etwa einen Kilometer weiter wandert man bergauf, bergab zum Diederichstempel, einem Pavillon, von dem aus man eine schöne Aussicht auf Brücke und Wupper hat. Nun ist man auch schon am Ende der Tour angelangt und muss nur noch den Berg hinunter zurück zum Parkplatz wandern.


Fazit

Die Rundtour von der Müngstener Brücke zum Schloss Burg und zurück ist für mich eine sehr schöne Wanderung, die einige Highlights bereithält. Mit dem Abstecher zur Schloss Burg ist sie 13 Kilometer lang. In gemütlichem Tempo und mit einigen Fotostopps dauert die Wandertour etwa 3,5 Stunden. Ich empfehle die Wanderung schon morgens zu starten, um noch ungestört die Brücke zu genießen und die Wanderwege für sich alleine zu haben. Obwohl die Wanderung nur etwa eine halbe Stunde Fahrzeit von mit zuhause entfernt liegt, habe ich mich auf dem naturbelassenen Wanderweg und dem begleitendem Vogelgezwitscher wie in einer ganz andere Welt gefühlt. Eine definitiv zu empfehlende Wanderung, die nicht zu lang ist und bei der man sich mit einer leckeren Waffel selbst belohnen kann.

Ein Traum wird wahr: Mein Buch "Vollzeitreisende" ist veröffentlicht!

In den letzten Monaten habe ich an meinem Buch geschrieben und es am letzten Donnerstag endlich veröffentlichen können! Ein langer Traum wurde endlich wahr!

Das Buch handelt von den vielen Reisen rund um die Welt, die mir trotz Zeitmangel möglich waren und sind. Wenn ihr mich unterstützen wollt, findet ihr unten die Links zum Erwerb des Buchs. Ihr könnt es mit der ISBN Nummer 978-3985270323 auch in jeder Buchhandlung bestellen. Ansonsten könnt ihr mir aber auch gerne einfach schreiben😊 Ich würde mich zudem freuen, wenn ihr das Buch interessierten Leuten weiterempfehlt.

Ich danke euch für eure Unterstützung und wünsche viel Spaß beim Lesen 😊

LG Annika

 



Infos: vollzeitreisende.com

 

Taschenbuch:

Thalia:

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID151017658.html

Amazon:

https://www.amazon.de/Vollzeitreisende-trotz-40-Stunden-Job-Welt-reist/dp/3985270325/ref=sr_1_1?dchild=1&keywords=vollzeitreisende&qid=1614608486&sr=8-1

Verlag:

https://www.rediroma-verlag.de/buecher/978-3-98527-032-3

 

E-Book:

https://www.amazon.de/s?k=9783753167824&tag=wwwepublide-21

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID151022457.html

https://www.weltbild.de/artikel/ebook/vollzeitreisende_34550326-1?rd=1

Griechischer Herbst

Meine erste Pauschalreise seit gefühlt über 15 Jahren sollte aufgrund der Corona-Pandemie und den anhaltenden unwägbaren Umständen nach Griechenland führen. Im Oktober 2020 entschieden wir uns für einen pauschal gebuchten All-inklusive-Urlaub (ebenfalls erst mein zweiter überhaupt nach einem Familienurlaub in die Türkei 2001) auf das griechische Festland, genauer gesagt nach Leptokaria in der Region Pieria.

Da ich am Tag vor dem Abflug erst noch an einer 55km-Wanderung teilgenommen hatte, waren die ersten Tage des Urlaubs erst einmal nur Entspannung angesagt. Dank noch warmen Meeres, Pool und Sonnenschein fiel das entsprechend leicht und meine Füße und Blasen konnten sich etwas erholen.

Nach zwei, drei Tagen wurde das aber auch etwas langweilig und wir planten die ersten Aktivitäten neben den kleinen Spaziergängen in die Stadt. So buchten wir eine Canyoning-Tour am Fuße des Olymps, der hier direkt am Meer in die Höhe ragt. Mit 2.918 Metern ist der Olymp nicht nur ein echtes Wahrzeichen der Region, sondern auch der höchste Punkt Griechenlands. Die Canyoning-Tour sollte an einem der unteren Canyons des Bergmassivs stattfinden. Wir fuhren mit einem Kleinbus dorthin und bekamen unsere Ausrüstung, bestehend aus Neoprenanzug, Helm und Klettergurt. Unsere Wanderschuhe hatten wir ohnehin vorsorglich mit in den Koffer gepackt, sodass wir diese anzogen.

Da wir bereits im Sommer in Kroatien ein Canyoning-Abenteuer erlebt hatten, waren wir gespannt, ob das griechische Canyoning mithalten kann oder gar noch besser oder anders sein kann. Auf jeden Fall war uns das Abseilen noch nicht bekannt. Es ging los und die kleine Gruppe bestehend aus mir, meinem Mann und zwei weiteren Urlaubern aus dem Hotel wanderten mit dem Guide in etwa 15 Minuten zum Anfangspunkt der eigentlichen Tour. Über einen kleinen Weg durch dichtes Gebüsch kamen wir schließlich am eiskalten Wasser an (8 Grad!). Der Neoprenanzug war hier definitiv Gold wert.

Nach einer kurzen Eingewöhnung an das kalte, aber glasklare Wasser, wateten wir los und kamen nach wenigen Metern bereits an der ersten „Übungsstelle“ an, wo wir das Rutschen und Abseilen üben konnten. Das Rutschen über die Felsenrutsche machte sehr viel Spaß und man musste nur aufpassen, dass man die Ellbogen nicht außerhalb des Körpers hielt, um Verletzungen zu vermeiden. Es machte eine Menge Spaß und wir konnten einige Male Rutschen. Im späteren Verlauf sollten wir feststellen, dass diese Rutsche zu einer der kleineren gehörte.

Nun folgte das Abseilen an der relativ einfachen Stelle. Mit Seil und Klettergurt gerüstet übte jeder das Abseilen. Nach anfänglichen Problemen liefen die Übungsversuche immer besser, sodass wir schnell weiter konnten. Es sollten noch weitere Herausforderungen auf uns warten!

Nach kurzer Zeit kamen wir an einen 7,5 Meter hohen Wasserfall, an dem wir uns abseilen sollten. Das war schon definitiv eine Hausnummer mehr und wir bekamen Respekt bei der Höhe. Einer nach dem anderen seilte sich ab und man musste aufpassen, dass man nicht versehentlich wegrutsche auf den glatten Felsen. Alle kamen sicher unten an und das letzte Stück konnte man sich einfach ins Wasser fallen lassen. Von unten sah der Wasserfall gar nicht mehr so hoch aus.

Nun folgten einige Sprünge aus drei bis vier Metern in das eiskalte Wasser. Nach weiteren Passagen mit Abseilen, Rutschen und Wandern kamen wir am Ende der Tour an einer kleinen Lagune an, die wir allerdings aus einer Höhe von 7,5 Metern sahen. Hier sollten wir herunterspringen. Für mich jedoch definitiv zu hoch, sodass ich lieber das Abseilen bevorzugte. Die anderen sprangen aber und alle kamen voller Adrenalin und gut gelaunt unten an. Eine super Tour, die das Canyoning in Kroatien nochmal getoppt hat. Das Abseilen und Rutschen hat mir dabei am besten gefallen und es wird sicherlich nicht das letzte Mal Canyoning gewesen sein.

Nach einem entspannten Nachmittag planten wir die weiteren Tage des Urlaubs und wollten uns in den nächsten drei Tagen ein Auto mieten. Am folgenden Tag fuhren wir zu den Meteora-Klöstern, ca. 160km weit entfernt von unserem Hotel. Anfangs waren wir skeptisch, ob sich die lange Fahrt lohnen würde, aber sie hat sich definitiv gelohnt!

Schon von Weitem sieht man die imposanten Felsen am Horizont. Hier sind wir richtig! Am Fuße der Felsen liegt die Stadt Kalambaka. Man fährt durch die Stadt und gelangt schließlich in eine unwirklich erscheinende Landschaft. Die Straße schlängelt sich durch die Felsenlandschaft. Man kann die unterschiedlichen Klöster, die auf den Felsen gebaut sind, jeweils besuchen. Wir besuchten zunächst das Frauenkloster Rousánou, welches noch bewohnt wird. Die Fresken aus dem 16. Jahrhundert sind definitiv sehenswert!

Von hier aus hat man ebenfalls eine super Sicht auf die Landschaft und die übrigen Klöster. Weiter ging es mit dem Auto zum nächsten Kloster Varlaám, welches allerdings an dem Tag geschlossen hatte. Dennoch kann man auch hier die Aussicht genießen und wundervolle Fotos schießen. Das Kloster Metamórphosis, auch bekannt als Megálo Metéoro, war unser nächster Stopp. Dieses Kloster ist das größte aller Meteora-Klöster und liegt 613 Meter hoch. Bis 1923 war das Kloster nicht wie heute bequem per Treppe zu erreichen, sondern nur über Seilwinden und Strickleitern. Gut zu Fuß sollte man trotzdem sein, um die zahlreichen Treppen zu überwinden. Zudem sollten Frauen ein langes Kleid tragen, selbst Hosen sind nicht erlaubt.

Auf dem Weg zum letzten Kloster für diesen Tag, dem Agía Triáda, kamen wir immer wieder an kleinen Parkplätzen vorbei, von denen man einen super Blick auf die Klöster und die gesamte Landschaft hat. Normalerweise ist hier immer die Hölle los und Busse reihen sich aneinander. Dank Corona hatten wir fast das gesamte Gebiet für uns, die ganze Zeit hat eben auch ihre Vorteile.

Das Kloster Agía Triáda ist bekannt, da hier ein Teil des James Bond Filmes „In tödlicher Mission“ gedreht wurde. Auch hier gibt es sehenswerte Fresken und einen großartigen Außenbereich.

Die Fresken, Gemälde und Klöster haben uns sehr gut gefallen. Dazu kommen die tolle Landschaft und die einzigartige Formation der Klöster auf den herausragenden Felsen. Die Meteora-Klöster sind auf jeden Fall sehr zu empfehlen, wer einmal in der Umgebung Urlaub macht. Dafür lohnt sich auch eine etwas längere Fahrt!

In den nächsten beiden Tagen standen Wanderungen auf dem Plan. Das Bergmassiv des Olymps ist perfekt geeignet für Wanderungen jeglicher Art. Am ersten Tag wanderten wir in der Enipeas-Schlucht. Die Wanderung startet in Prionia, dem höchsten Punkt, wo es auch einen Parkplatz für Wanderer gibt. Von hier aus ging es dem gut gekennzeichneten Wanderweg entlang, zunächst immer am Wasser entlang, später etwas oberhalb der Schlucht. 

Die Holzbrücken sind sehr schön angelegt und bieten tolle Fotomotive mit dem glasklaren Wasser und den riesigen Felsen. Die Wanderung ist ca. 12km lang und dauert mit einigen Stopps etwa 4-5 Stunden. Endpunkt ist die Stadt Litochoro, die direkt am Fuß des Olymps liegt und auch ein informatives Zentrum zum Berg enthält. Nach etwa der Hälfte der Wanderung gelangt man zur „Holy cave“, einem kleinen Kloster inmitten einer Höhle. Sehr sehenswert und ein kleines Highlight der Tour.


Am nächsten Tag wanderten wir direkt am Olymp-Bergmassiv. Wir starteten am Wanderparkplatz Gortsia. Das Ziel war die Berghütte Petrostrouga, etwa drei Stunden Aufstieg und 800 Höhenmeter entfernt. Die Wanderung führt durch einen dichten Wald, immer stetig bergauf. Mit großartigen Aussichtspunkten am Wegesrand fällt der Aufstieg jedoch nicht zu schwer. Schließlich gelangt man nach ca. drei Stunden auf einen flacheren Weg, um schließlich an der Berghütte Petrostrouga anzukommen. Hier kann man eine größere Pause einlegen oder einfach nur das Panorama und die Aussicht auf das Meer und die Berge genießen.

Hinunter ging es schließlich den gleichen Weg. Nach etwa zwei weiteren Stunden Abstieg waren wir schließlich wieder am Wanderparkplatz angekommen. Eine schöne Tour mit einigen wunderschönen Landschaftspanoramas und einem Ziel an der Hütte Petrostrouga.

Die „aktiven“ Tage mit Canyoning, Klöstern und Wanderungen waren sehr ereignisreich und hatten einige Highlights zu bieten. Zum Ende des Urlaubs gingen wir nochmals in die Stadt von Leptokaria, die jedoch aufgrund der Nebensaison sehr leer war und nur den Dienstags-Markt zu bieten hat. Die Burg Platamonas liegt nur ca. fünf Kilometer von Leptokaria entfernt und bietet einen tollen Ausblick auf das Meer. Die Stadt „Old Platamonas“ ist ebenfalls einen Abstecher wert. Die Stadt war vor einigen Jahre komplett abgebrannt und wurde in den letzten Jahren wiederaufgebaut. In der Stadt fahren keine Autos, durch die kleinen Gassen kann man perfekt zu Fuß spazieren. Kleine Läden und freundliche Einwohner machen das besondere Flair der Stadt aus.

Der archäologische Park in Dion ist auch ein Besuch wert. Hier können archäologische Stätten besichtigt werden und das Highlight sind das Amphitheater, welches immer noch für Veranstaltungen genutzt wird.

Die letzten Tage des Urlaubs entspannten wir noch etwas in der griechischen Sonne, bevor es wieder zurück in das herbstliche Deutschland ging.



Das eigene Zuhause als Urlaubsort

Ich bin im Ruhrgebiet zuhause. Kein Ort um Urlaub zu machen? Mitnichten!

Man glaubt gar nicht, wie viele Touristen jedes Jahr ins Ruhrgebiet kommen und hier bei mir zuhause Urlaub machen. Zugegeben, es ist nicht die Nordsee und hier findet man auch keine hohen Berge, aber trotzdem gibt es hier allerhand zu entdecken.

Der Ruhrtalradweg führt entlang der Ruhr von Winterberg im Sauerland bis zur Mündung in Duisburg, direkt vorbei an meiner Heimat Hattingen. Ein toller Fahrradweg, den man in zwei bis drei Tagen bewältigen kann und daher perfekt für ein Wochenende ist! Ich bin den Ruhrtalradweg schon zweimal gefahren und immer wieder erstaunt, wie sich die Landschaft im Flussverlauf doch verändert.

Auch Wanderungen sind im Ruhrgebiet zu unternehmen. Neben Halden und dem Ruhrhöhenweg gibt es auch einige kleinere Wanderungen beispielsweise in der schönen Elfringhauser Schweiz oder im bergischen Land. Ganz von der Kultur im Ruhrgebiet abgesehen. Diverse Museen erzählen von der Bergbau- und Stahlgeschichte, die diese Region bis heute so geprägt hat. Echte Ruhrpottler sind eben etwas rauer und sagen durchaus ehrlich, was sie denken.

Alte Bahntrassen wurden zu Fahrradwegen umfunktioniert, sodass man im Ruhrgebiet an einem Tag mehrere Städte durchfahren kann. Wer einmal in der Nähe ist, sollte sich auf jeden Fall von dem ehemals schlechten Image des Ruhrgebiets verabschieden. Es ist nicht mehr alles voller Kohle und Staub, hier regieren nun Grünflächen und tolle Parks!

Und das Beste ist, dass all Städte und Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet nur wenige Autominuten voneinander entfernt liegen. Keine langen Fahrten sind hier nötig, um von A nach B zu kommen, außer natürlich man nutzt die A40 zur Hauptverkehrszeit ;-)











Roadtrip Europa - Ein Reisebericht













Sommerurlaub 2020 – Die Weltreise kann getrost gestrichen werden und auch längere Flüge z.B. in die USA sind nicht möglich. Was also tun, wenn man trotzdem ein bisschen Fernweh besiegen möchte?

Eigentlich hatten wir geplant Ende Juni in die USA zu fliegen und neben New York und die Niagarafälle auch Florida zu bereisen. Anfang Mai wurde uns dann zunehmend klar, dass wir uns diesen Plan in diesem Jahr knicken können. Trotzdem: Drei Wochen Urlaub einfach zuhause verbringen? Natürlich ist es selbst im Ruhrgebiet schön und man kann viele Ausflüge unternehmen, aber es hat dann doch nicht den Charme eines Urlaubs.

Wir entschlossen und dazu einen kleinen Camper zu mieten, nicht zu groß, für zwei Personen und nicht zu teuer. Nur wohin reisen? Zunächst hatten wir uns überlegt in den Norden zu fahren, also nach Dänemark, Schweden und Norwegen. Für mich übrigens unvorstellbar, dass man knapp zwei Wochen vor Abreise noch nicht weiß wohin. Normalerweise sind unsere Urlaube bereits Monate im Voraus durchgeplant. Die dortigen Einreisebestimmungen machten uns einen Strich durch die Rechnung und so mussten wir wieder umplanen. 

Also doch in den Süden? Hier kannten wir uns schon etwas aus durch vergangene Urlaube. Und mit dem Wohnmobil war man ja recht flexibel. Wir planten also eine Route zunächst Richtung Bodensee, weiter nach Österreich und bis hinunter nach Dubrovnik im äußersten Süden Kroatiens. Zurück wollten wir einen Abstecher nach Prag und die Sächsische Schweiz machen.

Der Plan stand grob und alle Taschen wurden gepackt. Der Vorteil bei einem Wohnmobil ist ja, dass man sich nicht auf einen Koffer o.ä. beschränken muss und man immer alles dabei hat. Natürlich ist 

der Stauraum nicht unendlich, aber unser Camper hatte wirklich viel Platz um alle Dinge unterzubringen. Das Fahren mit dem Wohnmobil stellte sich auch als relativ unkompliziert heraus. Beim Einparken sollte man schon eingewiesen werden, aber sonst wurden selbst kurvige Küstenstraßen problemlos überwunden.

Unsere Tour starteten wir im Ruhrgebiet und fuhren auf der ersten Etappe zum Europapark Rust. Auf dem Stellplatz am Ernst Caravan Center kann man kostenlos campen und muss nur den Strom bezahlen, falls man diesen benötigt. Am späten Nachmittag kamen wir an und fuhren am folgenden Tag mit unseren Fahrrädern in den ca. sechs Kilometer entfernten Europapark. Ein klassischer Freizeitpark mit unzähligen Attraktionen, die man an einem Tag gar nicht schaffen kann. Doch der Klassiker, die Achterbahn „Silverstar“ musste natürlich ausprobiert werden!

Am nächsten Tag fuhren wir auch schon weiter in Richtung Bodensee. Die Fahrt dauerte nur knapp 3 Stunden und schon waren wir in Meersburg angekommen. Mit den Fahrrädern fuhren wir zu den Pfahlbauten und gingen anschließend noch schwimmen, da es für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich heiß war. An fast jedem Ort findet man hier ein Strandbad. Gardasee-Feeling bei so einem Wetter und diesem wunderbaren See!

Nach einer Nacht auf einem kleinen Stellplatz in Meersburg fuhren wir am nächsten Tag über die Grenze nach Österreich, wo wir im Montafon eine Wandertour unternehmen wollten. Das Wetter sagte für den Nachmittag Gewitter an, sodass wir früh aufbrachen und in Golm den „Golmer Seenweg“ wanderten. Über zwei Gipfelkreuze geht es über einen schönen Grad entlang, bis man auf dem Rückweg an einigen Seen vorbeikommt. Auf dem Weg zurück ins Tal empfiehlt sich die Sommerrodelbahn, die einen mit einer Menge Spaß ins Tal befördert.

Das Wetter hielt sich glücklicherweise und so waren wir gerade auf dem Campingplatz angekommen, als es anfing zu regnen und wir einen gemütlichen Abend im Camper verbrachten.

Am nächsten Tag hatten wir ursprünglich auch eine Wanderung in St. Gallenkirch geplant. Leider war für den ganzen Tag Regen und Gewitter angesagt, sodass wir uns kurzerhand dazu entschlossen einen Tag früher in Richtung Süden zu reisen. Die Wanderung wird auf jeden Fall noch einmal nachgeholt! Die Entscheidung war auf jeden Fall die Richtige, denn auf unserer Fahrt nach Slowenien regnete es ununterbrochen. Eine Wanderung hätte unter diesen Umständen wenig Sinn ergeben.

Wir fuhren also nach Koper, direkt an die slowenisch-kroatische Grenze. Eine Stadt, die wir bei normalen Bedingungen nie entdeckt hätten. Wir fuhren auf einen kleinen Stellplatz in der Nähe der Autobahn, an dem die komplette Versorgung (Strom, Wasser, Abwasser, Waschräume) gewährleistet war, ein wirklich guter Service für kleines Geld! Wir schauten uns abends die Stadt an und machten einen kurzen Spaziergang zum Hafen.

Am folgenden Tag fuhren wir dann über die Grenze nach Kroatien und erst nach Pula und dann weiter nach Rovinj. Hier stand erstmal nur Erholung auf dem Programm, also schwimmen, am Strand liegen und einfach nur Urlaub haben. Am nächsten Abend unternahmen wir eine Sonneruntergangsfahrt mit einem Boot. Ich liebe die Sonnenuntergänge in Kroatien und auf dieser Fahrt sahen wir sogar einige Delfine! Die Rückfahrt mit Blick auf das leuchtende Rovinj hatte zudem auch etwas.

Nach zwei schönen und entspannten Tagen fuhren wir weiter nach Norddalmatien, genauer nach Biograd na Moru. Auch hier wollten wir ein paar Tage entspannen, am Strand lesen und einfach nur die Sonne genießen. Mit unserem aufblasbaren Kajak fuhren wir auf dem Meer und schnorchelten im türkisblauen Wasser. Auch hier lohnt sich das längere Aufbleiben, da die Sonnenuntergänge einfach traumhaft sind.

Insgesamt blieben wir für vier Tage dort, ehe wir weiter Richtung Süden aufbrachen. Unser Ziel war Dubrovnik oder genauer gesagt Mlini, etwa 5km außerhalb von Dubrovnik. Wir fuhren über Ploce mit der Fähre auf die Halbinsel und kamen am Nachmittag in Mlini an. Die Küstenstraßen sind hier wirklich traumhaft und geben das richtige Gefühl der Freiheit. Der Campingplatz lag oberhalb an der Küste, sodass man nur einige Treppen überwinden musste, bis man sich am Strand abkühlen konnte.

Am nächsten Tag wollten wir uns Dubrovnik anschauen und konnten gar nicht richtig realisieren, wie leer es dort war. Normalerweise kommen täglich mehrere Kreuzfahrtschiffe her und dementsprechend voll ist die Altstadt. Da wir eine der wenigen waren, die den langen Weg in den Süden auf sich genommen haben, konnten wir ganz gelassen durch die Altstadt spazieren und alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe und ohne Schlange stehen anschauen. Corona hat eben auch seine gute Seite ;-)

Besonders gefallen hat uns die Festung Lovrijenac und die Seilbahn mit der man auf einen Berg hinauffährt und einen tollen Blick auf Dubrovnik hat. Definitiv empfehlenswert! Am Abend gingen wir noch einmal zum Strand und erfrischten uns im Wasser. Bei immerhin 35 Grad ist so ein Strand in der Nähe eine echte Wohltat.

Am folgenden Tag fuhren wir wieder in Richtung Norden, genauer gesagt nach Trogir. Die Altstadt von Trogir hat uns bereits beim letzten Mal begeistert und daher mussten wir hierhin unbedingt nochmal einen Abstecher machen.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, da wir spontan eine Canyoning-Tour gebucht hatten. Ein bisschen Action muss halt auch sein im Urlaub! Wir fuhren zum Cetina River und kletterten zunächst hinunter zum Fluss. Definitiv nichts für Leute mit Höhenangst! Ausgestattet mit Neoprenanzügen, Schwimmwesten und Helmen wussten wir zunächst noch nicht richtig, was auf uns zukommt. Der Guide erklärte uns alles uns schon waren wir im recht kalten Wasser angekommen. Beim Canyoning muss man teilweise Klettern, Schwimmen, Springen oder sich einfach in den Strömungen treiben lassen. Eine Menge Spaß! Besonders die Sprünge von den Felsen in das klare Wasser haben uns sehr gefallen. Dazu war die Kulisse atemberaubend. Zwischen hohen Felsen sticht einem der 25m hohe Wasserfall ins Auge. Diesen muss man entsprechend „umklettern“, um am unteren Ende wieder ins Wasser zu springen. Nach fünf Stunden Tour spürten wir dann auch langsam unsere Muskeln. Canyoning werden wir auf jeden Fall noch einmal machen, da bin ich mir sicher!

Wir hatten dann noch eine 3-stündige Fahrt ins Velebit-Gebirge vor uns. Am Abend kamen wir am Campingplatz an und fielen nur noch ins Bett!

Im Internet hatten wir einige Zeit vor unserer Reise das Bärenrefugium in Kuterevo ausfindig gemacht. Hier wollten wir unbedingt am nächsten Tag hin! Unser Plan war es an diesem Tag schon wieder nach Österreich zu fahren und einen Zwischenstopp in Kuterevo einzulegen. Wir fuhren von der Autobahn ab und fanden uns gleich auf besseren Feldwegen wieder. Mit einem Wohnmobil auf jeden Fall abenteuerlich. Beim Bärenrefugium angekommen wurden wir bereits herzlich von den Volunteers begrüßt und machten uns sogleich auf zu den Bären.

 

Die Bären, die hier leben wurden entweder von ihrer Mutter verstoßen und hier aufgezogen oder sie wurden verletzt am Straßenrand in der Gegend gefunden und versorgt. Eine tolle Initiative, die wir gerne unterstützten. Das ganze Gelände ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Wir haben viel Zeit damit verbracht, die Bären aus nächster Nähe zu beobachten und waren wirklich begeistert.

Anschließend fuhren wir weiter über Slowenien nach Österreich, genauer nach Flachauwinkl. Hier hatten wir über eine Camper-App einen Stellplatz an einem Bauernhof ausfindig gemacht, der kostenlos war und der eine gute Küche zu bieten hat.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann weiter nach Berchtesgaden. Hier unternahmen wir eine Schifffahrt auf dem Königssee und zur Kapelle St. Bartholomä. Eigentlich wollten wir in der Nähe campen, aber da wir noch recht viel Zeit hatten, fuhren wir weiter in Richtung Prag und kamen dort am späten Abend an. Zum Glück war der Campingplatz noch besetzt und so stellten wir unseren Camper schnell ab und schliefen am nächsten Tag erst einmal ordentlich aus.

In Prag wollten wir das übliche Sightseeing-Programm unternehmen, also Karlsbrücke, Prager Burg usw. Empfehlenswert ist der Blick vom Turm der Prager Burg. Da unser Campingplatz ideal gelegen war, brauchten wir nur ca. 10 Minuten mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Und das für umgerechnet unter einem Euro Fahrpreis! Prag hat uns mit seinen Gebäuden und seiner Kultur ebenfalls sehr gut gefallen und wir kommen garantiert mal wieder.

Ich wollte schon länger mal in die Sächsische Schweiz. Daher haben wir auf unserer Route diesen Abstecher eingeplant und neben Prag die Bastei mit eingeplant. Wir fuhren von Prag aus in ca. 2 Stunden nach Rathen. Hier kann man mit dem Wohnmobil tagsüber parken und die Fähre über die Elbe auf die andere Seite nehmen. Von hier startet die Wanderung zur Bastei. Insgesamt waren wir ca. fünf Stunden unterwegs. Zunächst passiert man die Schwedenlöcher, ehe man nach endlosen Treppen die Basteibrücke erreicht. Hierhin kann man theoretisch auch mit dem Auto fahren, dementsprechend viele Touristen waren hier.

Das Freiluftmuseum hier oben lohnt sich (Eintritt 2€), da man von hier einen noch besseren Blick hat. Zurück ging es dann über Wehlen (hier unbedingt ein Eis essen) und mit der Fähre wieder auf die andere Seite. Am Ufer der Elbe wandert man dann zurück nach Rathen und kommt wieder am Parkplatz an. Eine schöne Tour, die anfangs aufgrund der Treppen etwas anstrengend ist, aber die sich auf jeden Fall lohnt!

Der Roadtrip neigte sich dann auch schon dem Ende und wir genossen die letzte Nacht in unserem Camper auf einem Campingplatz mit einem tollen Schwimmbad. Am nächsten Tag fuhren wir wieder nach Hause und mussten den Camper am darauffolgenden Tag abgeben.

In den 19 Tagen waren wir in insgesamt sechs Ländern, haben so viele Dinge gesehen, dass wir uns erst einmal sortieren mussten und haben die Freiheit gespürt, die man mit einem Camper eben genießen kann. Es war definitiv nicht unser letzter Urlaub mit einem Wohnmobil!

Solltet ihr Fragen zur Reise, zu Camping-/Stellplätzen oder zu den Reisezielen haben, meldet euch gerne einfach bei mir.